Achtung: Schaltsekunde!

01.01.2009 00:59 Uhr | Kommentare: 12 | Kommentar hinterlassen
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Alle Uhren stehen still, weil die Schaltsekunde es so will …

Wann? Jetzt gleich: Am Ende dieser Minute. Also am 1. Januar 2009 um 00:59:59 Uhr.

Frage: Stehen die Uhren nun eigentlich für eine Sekunde still oder wird eine Sekunde - also die mit der Nummer 60 - eingefügt? :)

Oder was machen die Londoner wenn bei ihnen kurz vor Mitternacht die Schaltsekunde ran ist? Vielleicht einfach nur noch mal Luft holen vor dem “Happy New Year” …

Ach was könnte man jetzt alles über die Schaltsekunde schreiben …

Zum Beispiel, dass sie schon kurz vor der Abschaffung stand. Oder das sie erst durch die Einführung der Definition einer Sekunde als das

9.192.631.770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung

notwendig wurde. Sind also die Schwingungen eines Cäsium-133-Atoms schuld?

Aber man könnte auch darüber schreiben, dass es schöne Beschreibungen für das Phänömen Schaltsekunde gibt. Oder das in Deutschland für die Schaltsekunde die Physikalisch-Technische Bundesanstalt verantwortlich ist und das es bei der PTB jede Menge interessante Informationen zum Thema Zeit gibt. Und natürlich führt man dort auch Buch über alle bisher eingefügten Schaltsekunden.

Aber vielleicht reicht ja auch die Information, dass die Schaltsekunde notwendig ist, da sich die Länge eines Tages ändert?! Was wiederum durch eine nicht konstante Rotationsgeschwindigkeit der Erde bedingt ist.

Scheint wohl doch komplizierter mit der Schaltsekunde zu sein als Anfangs gedacht. Vielleicht sollte ich dann doch lieber nur auf einen Text hinweisen, der ein hervoragendes Feuilleton zur Schaltsekunde ist.

Aber aus all dem wird nichts werden: Die Schaltsekunde ist schon wieder um. Weg und vorbei. Und auch die zwei Sekunden danach. Ich bin in der Gegenwart gelandet. Und in der ist die Schaltsekunde länger her als jene drei Sekunden, die die Gegenwart repräsentieren.

Aber ich habe daran gedacht: An die Schaltsekunde. Und daran, allen Leuten denen ich heute zum Geburtstag gratuliert habe, zu sagen, dass sie heute sehr viel länger als sonst Geburtstag haben.

 

Dezember - Monat der aussergewöhnlichen Konzerte

31.12.2008 15:38 Uhr | Kommentare: 4 | Kommentar hinterlassen
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Als ob man im Dezember nicht durch das bevorstehende Weihnachtsfest schon genug zu tun hat - nein es gibt oder besser gesagt: gab - auch noch jede Menge Konzerte zu besuchen.

Zum einen war da das Abschiedskonzert von Knorkator in der Columbia-Halle am 5. Dezember.

Knorkator Abschiedskonzert in der Columbia Halle

Knokartor - das war die Band, die vor ein paar Jahren den deutschen Vorentscheid zum Grand Prix etwas durcheinander gebracht hat und auch sonst immer etwas anders war. Aber damit ist es nun leider vorbei. Warum und wieso kann man in einem gut bebilderten Beitrag der Welt nachlesen.

Nur vier Tage später, am 9. Dezember, gab es dann “The BossHoss” unplugged im Admiralspalast. Unter dem Motto “LOW VOLTAGE” traten “The BossHoss” begleitet von Solisten des Deutschen Filmorchesters Babelsberg auf.

Tickets für BossHoss im Admiralspalast

Einziger Kritikpunkt des Konzerts im “Admiralspalast”: Mir persönlich war es ein bisschen zu laut.

Weiter ging es dann am 19. Dezember mit “IN EXTREMO” in der Arena.

IN EXTREMO

In der akustisch nicht ganz einfach zu meisternden Arena lieferte “IN EXTREMO” ein Konzert ab, dass nicht nur dank seiner pyrotechnischen Effekte, die Fans begeisterte. Mehr Bilder vom Konzert gibts bei metalsupporter.de.

Und falls jetzt jemand nichts mit “IN EXTREMO” anfangen kann, dem seien mal die Videos zu “Küß mich” und “Frei zu sein” empfohlen. Wobei man dazu sagen muß, dass die Musik bessser ist als die Videos vermuten lassen. ;)

Und zum Abschluss folgt dann ja heute am 31. Dezember noch das altbekannte Pyrokonzert, das musikalisch allerdings eher in chaotischem Durcheinander der verschiedenen (Pauken-)Schläge gegen Mitternacht ausartet. Aber dafür sieht’s meistens gut aus, wenn man mal nach Bilder des Ereignisses bei flickr sucht. :)

Doch bevor ich mich jetzt für dieses Jahr verabschiede, geht mein Dank an reisegnome.de und metalsupporter.de, die mir mit Bildern aus ihrem Fundus für diesen Beitrag ausgeholfen haben.

So - und nun bleibt nur noch eins zu tun für 2008: Ich wünsche allen einen guten Rutsch!

 
 

DDOS-Attacken auf Nameserver legen Millionen deutscher Domains lahms - diese war auch dabei

21.11.2008 18:41 Uhr | Kommentare: 8 | Kommentar hinterlassen
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Was sagt man eigentlich, wenn man zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen einen Anruf bekommt, dass es da ein massives Problem mit der Erreichbarkeit eines der eigenen Server gibt?

Meine Antwort lautete: “Oh nein - bitte nicht solche Hiobsbotschaften. Nicht schon wieder …”

Man macht ein paar Tests. Die Ergebnisse sind eindeutig: Der Server ist weg … Na, sagen wir mal lieber: “nicht erreichbar”. Man hofft ja noch …

Erstes zaghaftes Aufatmen: Er antwortet auf den ping. Nach einer Minute hat man Gewissheit: Das Problem sind die Nameserver.

Erstaunen: Na nu, die sind doch von Schlundtech. Grübel: “So richtig kann ich mir ja nicht vorstellen, dass die ein so massives Problem haben sollten …”

Egal wie man es dreht und wendet: Es sind die DNS-Server von Schlundtech: Keine Antwort, kein Lebenszeichen - einfach nur tot.

Fünf Minuten sind seit dem Anruf vergangen. Okay - so langsam sollten die Nameserver jetzt wieder erreichbar sein …

Aber nichts tut sich.

Gut dann eben mal den Newsticker befragt: Nichts zu finden. Komisch … Blogsearch findet auch nichts. Langsam wird man ungeduldig und überlegt sich erste Schritte.

Forsch will man dann zur Tat schreiten um schon im nächsten Moment das ganze Ausmass der eigenen Ohnmacht zu erkennen: Das Webinterface von Schlundtech ist nicht erreichbar. Tja, damit hat sich dann das Ändern der zuständigen Nameserver auch erledigt. Was bleibt ist abwarten …

Langsam trudeln erste Meldungen ein: Blogsearch findet was und auch der Newsticker spuckt nun aus, was die Ursache des ganzen Ungemachs ist: Eine DDoS-Attacke auf die Nameserver von InternetX zu denen auch Schlundtech gehört.

Erste Zahlen machen die Runde. An dem massiven Angriff sollen rund 40.000 Rechner beteiligt gewesen sein, die mit einer Gesamtbandbreite von mehr als 20 GBit/s über die Nameserver hergefallen sind.

Zu den betroffenen Opfern gehören selbst prominente Websites wie golem.

Eine Vermutung tut sich auf: An den vergangenen Tagen waren zum Teil massive ssh-Attacken zu beobachten, die auch bei mir zu härteren Abwehrmaßnahmen führten. Waren sie ein Teil der Vorbereitungen dieses jetzt durchgeführten Angriffs auf die DNS-Server? Vorerst nur Spekulation …

17:00 Uhr: Die Situation hat sich verbessert und es sind kaum noch Einschränkungen festzustellen.

Update: 24.11.2008 21:46 Uhr
Heute um 19:09 Uhr gab es eine Email von Schlundtech, die nähere Details enthält. Die Email hat im Auszug folgenden Wortlaut:


am Freitag, 21.11.08, ab 09:20 Uhr, wurde auf die Schlund Technologies Infrastruktur ein massiver DDoS-Angriff gestartet. Auswertungen haben ergeben, dass der Angriff im Besonderen dem Nameserverpool galt.

Mit einer gezielten DDoS(Distributed Denial of Service)-Attacke, also einer dezentralen Angriffsstrategie, die ca. 40.000 infizierte Client- bzw. Serversysteme zum gemeinsamen Angriff auf ein Ziel koordinierte, wurde ein Peak in der Gesamtbandbreite von über 20 Gbit/s und ca. 800.000 Paketen pro Sekunde erreicht. Dies schränkte diverse Backbonebetreiber in ihren freien Ressourcen ein und führte zu temporären Störungen.

Die Angriffe wurden in Form von „UDP Fragmenten” und reinen „UDP Floods” geführt. Schlund Technologies hat in Zusammenarbeit mit zahlreichen Carriern und oben genannten Backbonebetreibern gemeinsam eine Lösung bzw. komplexe Regelwerke zur effizienten Filterung der Angriffe entwickelt und seit Freitag, 21.11.2008, 15:48 Uhr, erfolgreich im Einsatz.

Wir möchten uns an dieser Stelle für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen und Ihnen für Ihr Verständnis danken.

Damit scheint das Problem aus der Welt zu sein.

Eine Zwischeninformation wäre aber trotzdem wünschenswert gewesen. Auch wenn es schwer ist, dafür den richtigen Zeitpunkt zu finden. Schließlich muss man ja erstmal halbwegs sicher sein, dass die getroffenen Maßnahmen auch wirklich greifen.

 

Apple iPhone Tech Talks in Berlin

11.11.2008 13:53 Uhr | Kommentare: 4 | Kommentar hinterlassen
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Gestern hatte Apple auf das Gelände der FU Berlin eingeladen. Der Anlass: die “iPhone Tech Talks”.

iPhone Tech Talks in Berlin

Wie bei solchen Anlässen üblich kam nur rein, wer eine Einladung vorweisen konnte. Wer früh genug da war, hatte nach der Registrierung Zeit, sich in der Halle des “Henry-Ford”-Bau ein kleinen Snack zu gönnen. Also griff auch ich mir ein Croissant. Amüsanter Weise war es mit Apfelmus gefüllt.

Um 09:30 Uhr ging es dann richtig los. Allerdings gleich mit einer Enttäuschung, denn auf einer der einleitenden Folien war zu lesen:

This Event is confidential.
- no photos
- no videos
- no blogging

Die Ironie daran war, dass man nur kurze Zeit später darauf hingewiesen wurde, dass Apple den NDA für die iPhone Entwickler gelockert hat.

Grundsätzlich gab es nichts Neues. Weder am Vormittag noch am Nachmittag. Was mich dann auch dazu veranlasst hat, in einer der Pausen die Frage zu stellen, was eigentlich der Grund für das “confidential” ist. Die Antwort kam sofort, was erkennen lässt, dass man auf eine solche Frage wohl vorbereitet war. Frei übersetzt würde ich sie so wiedergeben:

“Nein - es gibt hier nichts zu erfahren, was man nicht auch als Entwickler bei Apple nachlesen kann. Aber: Es gab Beiträge in Blogs, in denen falsche Informationen standen weil Leute etwas nicht richtig verstanden haben. Und das möchte man verhindern.”

Na ja, nur zum Teil nachzuvollziehen. Für mich jedenfalls. Da ich aber hier so oder so nicht detailliert über den technischen Inhalt von Vorträgen berichten wollte, ist mir das egal. Oder meinte Apple damit wirklich jegliche Berichterstattung? Das würde dann wohl doch einen Schritt zu weit gehen.

Die Vorträge selbst waren der Umgebung einer Uni angepasst: Sie hatten ein bisschen Vorlesungscharakter. Es waren die Extrakte und Zusammenfassungen diverser Dokumente für Entwickler. Vom Niveau her aber doch eher so angelegt, um einen Überblick und eine erste Einführung in die Materie zu geben. Ich glaube nicht, dass jemand der bereits selbst iPhone-Programme geschrieben hat, wirklich große neue Erkenntnisse sammeln konnte. Für Neulinge auf dem Gebiet, kann ich mir vorstellen, dass es an mancher Stelle etwas schnell ging. Gerade in Bezug auf den gezeigten Quellcode.

Allerdings sollte man Apple daraus keinen Vorwurf machen, denn es war keine Entwicklerkonferenz sondern das Motto lautete “Tech Talks”. Und das passt dann auch.

Schön wäre es, wenn Apple zukünftig die “Tech Talks” als Einstieg beibehält aber parallel dazu auch noch vertiefendes Wissen in separaten Vorträgen anbietet.

Zum Abschluss sei noch angemerkt, dass Berlin und München die einzigen Stationen der “iPhone Tech Talks” in Deutschland waren. Als Andenken daran bekam jeder Teilnehmer ein T-Shirt. Wobei, so einfach von vorne betrachtet, könnte man auch an die eine oder andere Google-Maps Konferenz denken. Aber die Rückseite ist dann doch eindeutig:

iPhone Tech Talks T-Shirt für Berlin
 
 

Mobilfunk kann schädlich sein …

04.11.2008 09:40 Uhr | Kommentare: 7 | Kommentar hinterlassen
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Aber: “Nicht-Mobilfunk” kann auch schädlich sein.

Gestern Abend in der S-Bahn: Der kurze Blick mit dem Handy auf den Heise-Newsticker brachte es zum Vorschein:

Wenn Mobilfunk krank macht wo kein Mobilfunk ist

Es war der Lacher schlechthin. Denn das war da zu lesen:

Krebs-Studie: Mobilfunkkritiker räumt Fehler ein

Der Autor einer umstrittenen Studie über das Krebsrisiko im Umfeld von Mobilfunkmasten musste einräumen, das es im Untersuchungsgebiet keinen Sendemast gab. Im Prozess mit Mobilkom Austria stimmte der österreichische Umweltmediziner einem Vergleich zu.

Damit weder irgendein Mobilfunk-Gegner oder sonst wer das jetzt mal in den falschen Hals bekommt: Es wurde über den Mediziner, das vermeintliche Ergebnis der Studie im Zusammenhang mit dem Mobilfunk sowie den ganzen Vorgang an sich gelacht und nicht mehr.

Also immer schön locker bleiben, ja?! ;)

Ach so - fast ganz vergessen: Hier geht es zum ganzen Artikel bei Heise.

 

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