Apple iPhone Tech Talks in Berlin

11.11.2008 13:53 Uhr | Kommentare: 4 | Kommentar hinterlassen
Einsortiert in Software, Hardware

Gestern hatte Apple auf das Gelände der FU Berlin eingeladen. Der Anlass: die “iPhone Tech Talks”.

iPhone Tech Talks in Berlin

Wie bei solchen Anlässen üblich kam nur rein, wer eine Einladung vorweisen konnte. Wer früh genug da war, hatte nach der Registrierung Zeit, sich in der Halle des “Henry-Ford”-Bau ein kleinen Snack zu gönnen. Also griff auch ich mir ein Croissant. Amüsanter Weise war es mit Apfelmus gefüllt.

Um 09:30 Uhr ging es dann richtig los. Allerdings gleich mit einer Enttäuschung, denn auf einer der einleitenden Folien war zu lesen:

This Event is confidential.
- no photos
- no videos
- no blogging

Die Ironie daran war, dass man nur kurze Zeit später darauf hingewiesen wurde, dass Apple den NDA für die iPhone Entwickler gelockert hat.

Grundsätzlich gab es nichts Neues. Weder am Vormittag noch am Nachmittag. Was mich dann auch dazu veranlasst hat, in einer der Pausen die Frage zu stellen, was eigentlich der Grund für das “confidential” ist. Die Antwort kam sofort, was erkennen lässt, dass man auf eine solche Frage wohl vorbereitet war. Frei übersetzt würde ich sie so wiedergeben:

“Nein - es gibt hier nichts zu erfahren, was man nicht auch als Entwickler bei Apple nachlesen kann. Aber: Es gab Beiträge in Blogs, in denen falsche Informationen standen weil Leute etwas nicht richtig verstanden haben. Und das möchte man verhindern.”

Na ja, nur zum Teil nachzuvollziehen. Für mich jedenfalls. Da ich aber hier so oder so nicht detailliert über den technischen Inhalt von Vorträgen berichten wollte, ist mir das egal. Oder meinte Apple damit wirklich jegliche Berichterstattung? Das würde dann wohl doch einen Schritt zu weit gehen.

Die Vorträge selbst waren der Umgebung einer Uni angepasst: Sie hatten ein bisschen Vorlesungscharakter. Es waren die Extrakte und Zusammenfassungen diverser Dokumente für Entwickler. Vom Niveau her aber doch eher so angelegt, um einen Überblick und eine erste Einführung in die Materie zu geben. Ich glaube nicht, dass jemand der bereits selbst iPhone-Programme geschrieben hat, wirklich große neue Erkenntnisse sammeln konnte. Für Neulinge auf dem Gebiet, kann ich mir vorstellen, dass es an mancher Stelle etwas schnell ging. Gerade in Bezug auf den gezeigten Quellcode.

Allerdings sollte man Apple daraus keinen Vorwurf machen, denn es war keine Entwicklerkonferenz sondern das Motto lautete “Tech Talks”. Und das passt dann auch.

Schön wäre es, wenn Apple zukünftig die “Tech Talks” als Einstieg beibehält aber parallel dazu auch noch vertiefendes Wissen in separaten Vorträgen anbietet.

Zum Abschluss sei noch angemerkt, dass Berlin und München die einzigen Stationen der “iPhone Tech Talks” in Deutschland waren. Als Andenken daran bekam jeder Teilnehmer ein T-Shirt. Wobei, so einfach von vorne betrachtet, könnte man auch an die eine oder andere Google-Maps Konferenz denken. Aber die Rückseite ist dann doch eindeutig:

iPhone Tech Talks T-Shirt für Berlin

4 Kommentare zu “Apple iPhone Tech Talks in Berlin”

  • #1

    Kleine Korrektur: In München gabs auch nen Tech Talks Treffen. Auch auf dem TShirt zu sehen :)

  • #2

    Ooops, die kleine Korrektur ist eingebracht.

    Vielleicht sollte man sich mal seine Geschenke doch genauer ansehen :)

  • #3

    Alles in allem war es aber doch sicher recht interessant, mal dabei gewesen zu sein. Schade ist nur, dass man die Berichterstattung so stark verbieten will, aber gut, das muss jeder selbst wissen. Wenn Apple meint, dass es keine zusätzliche PR braucht…

  • #4

    Ich denke nicht, dass Apple noch mehr Werbung braucht. Stefan wenn du mal überlegst, was sich denn alles auf dem Markt befindet von Apple, dann wird auch das noch weiter in den Fordergrund gerückt werden. Ich denke einfach, dass sie nicht von der Masse überrollt werden möchten, sondern einfach langsam in den Markt weiter eingreifen möchten. Für diejenigen, die natürlich gleich mehr darüber erfahren möchten, ist es schon ärgerlich, aber damit muss man wohl leben.Das gibts ja in jeder Branche.

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