Madrugada im Columbia Club in Berlin

08.05.2008 16:48 Uhr | Kommentare: 1 | Kommentar hinterlassen
Einsortiert in Unterhaltung
Madrugada im Berliner Columbia Club

Knapp zehn Monate nach dem Tod ihres Gitarristen Robert Burås, war Madrugada aus Norwegen gestern abend im Columbia Club in Berlin.

Das bei moderaten Kartenpreisen von 18,45 € ausverkaufte Konzert begann gegen 21:30 Uhr. Die räumlichen Bedingungen im völlig überfüllten Columbia Club ließen zu Anfang nur schwerlich Stimmung aufkommen. Hinzu kamen technische Probleme mit den Mikrofonen. Die führten im Endeffekt dazu, dass Sivert Høyem mitten im Song “Strange Colour Blue” das Konzert unterbrach. Madrugada ging von der Bühne um den Technikern Zeit zu geben, die Probleme endgültig zu beheben.

Technische Probleme mit den Mikrofonen bei Madrugada im Berliner Columbia Club

Die zehnminütige Pause hatte aber auch einen Vorteil: Es fand eine gewisse Umverteilung des Publikums im Saal statt, die zu einer deutlich angenehmeren Atmosphäre führte: Endlich hatte man wenigstens ein bisschen Platz.

Trotz allem machte das Publikum aber immer noch einen relativ schlappen Eindruck. Nach einer Stunde hatte sich wohl plötzlich im Bewusstsein der Leute durchgesetzt, dass da Madrugada und nicht eine Vorband auf der Bühne stand. Stimmung kam auf.

Madrugada im Columbia Club Berlin

Das dem vorher nicht so war, daran war für mich jedenfalls, nicht Madrugada schuld. Nach rund zwei Stunden inklusive Zugaben beendeten Sivert Høyem und seine Musikerkollegen ein Konzert, an dem es musikalisch und klanglich nichts auszusetzen gab.

Madrugada im Columbia Club Berlin

Nach dem wieder Licht im Saal war, hatten die Ordner nur ein Ziel: Das Publikum so schnell als möglich von Saal und Außengelände zu vertreiben. Da durften sich dann die Gäste auch schon mal Worte, wie “Wir wollen auch Feierabend haben” anhören. Und wem das im Außenbereich nicht sofort einleuchten wollte, dem wurde es eben per Anleuchten mit einer Taschenlampe verdeutlicht. Um es klar zu sagen: Wir reden hier über einen Zeitraum von fünfzehn bis zwanzig Minuten nach dem letzten Ton und nicht etwa über Stunden später.

Was die räumlichen Bedingungen und das Drumherum angeht, der Postbahnhof wäre wohl der bessere Ort gewesen.

Na vielleicht wieder beim nächsten Mal …

Ein Kommentar zu “Madrugada im Columbia Club in Berlin”

  • #1

    Das war ein geniales Konzert, wenn auch wirklich sehr voll … aber madrugada ist eben eine tolle Band, gestern war ja Sivert die Vorband von Bela B, auch in der Columbiahalle und ich fand es genial.

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