Mark Knopfler, ist das zu Musik gewordene Gefühl am Lagerfeuer zu sitzen und zu träumen.
Gestern abend war der ehemalige Frontman der Dire Straits im Berliner Velodrom.
Um zwanzig Uhr sollte es losgehen. Und tat es auch. Keine Vorband, nichts. Absolut pünktlich auf die Minute kam Mark Knopfler und seine Musiker auf die Bühne. Von der ersten Minute an hatte er, mit seiner unverkennbare Stimme und der einmaligen Art Gitarre zu spielen, das Publikum hinter sich.
Nach rund fünfzig Minuten erklang “Romeo and Juliet”. Und damit gingen für ein paar Minuten sogar mal fast sämtliche Handy- und Kameradisplays aus. Die gesamte Halle schien auf diesen Klängen der Wirklichkeit zu entschweben. Am Ende von “Romeo and Juliet” gab es nicht enden wollenden frenetischen Applaus. Mark Knopfler musste ihn förmlich abwürgen - mit einer anderen Hymne: “Sultans of Swing”.
So pünktlich wie er gekommen war, so pünktlich entschwand Mark Knopfler um halb zehn wieder von der Bühne. Doch das Publikum brauchte nicht lange zu warten. Mit “Brothers in Arms” eröffnete er die Zugabe.
Punkt zweiundzwanzig Uhr machte er dann aber doch Ernst und verließ nach zwei wie im Fluge vergangenen Stunden die Bühne. Da half auch kein noch so begeisterter Applaus. Mark Knopf war gegangen. So einfach wie er gekommen war. Und ohne “Money for Nothing” zu spielen …
