Geotagging bedeutet vereinfacht, dass in den Exif-Informationen eines Fotos neben Datum und Aufnahmezeit unter anderem auch die Koordinaten des Ortes gespeichert sind, an dem das Bild entstanden ist. Der Vorteil dabei ist, dass man so jederzeit wieder die Stelle finden kann, an dem das Foto entstand. Der Nachteil: Wenn man nicht aufpasst, gibt man mehr von seiner Privatsphäre preis als einem lieb ist.
flickr hat dank jener unvergessenen blöden Aktion viele Sympathien in Deutschland verloren. Aber dessen ungeachtet, wird der Bilderdienst von vielen weiterhin genutzt.
Und das sogar, obwohl das Featuremonster flickr nie durch gute Dokumentation der vielen Funktionen glänzte. Ganz zu schweigen davon, diese dann auch zu finden. Ein Beispiel mehr dafür ist die automatische Verwendung von Geoinformationen in den Exif-Daten, um sie dann auf einer Karte bei flickr anzeigen zu lassen.
Was muss man also tun, damit flickr die in einem Foto hinterlegten Koordinaten dazu benutzt, diese Bilder automatisch auf der Karte anzuzeigen?
Zuerst muss man in seinen Account-Einstellungen den Reiter “Privacy & Permissions” auswählen:
Dort muss man nach unten scrollen, um dann beim Punkt “Import EXIF location data” anzukommen. Der Eintrag steht standardmäßig auf “No”. Eine Änderung erfolgt über “Edit”.
Nach einem allerersten Klick auf “Edit” folgt der Hinweis, dass man erst seine Einstellung für die “Geo-Privacy” setzen muss. Dahinter verbirgt sich, wer alles Zugang zu den Geodaten haben darf. Das ist eine nicht zu vernachlässigende Einstellung, wenn es um die eigene Privatsphäre geht:
Diese Einstellungen findet man hinterher über den Menüpunkt “Who will be able to see your photos were taken” wieder, der dann zusätzlich auf der “Privacy & Permissions”-Seite erscheint:
Nach dem man ausgewählt hat, wer sehen darf, wo die Bilder entstanden sind, kann man nun festlegen, dass flickr ab sofort beim Import von Fotos die Geodaten aus den Exif-Daten einliest:
Der Text mit “Automagically import GPS information as geo data” ist nicht ganz richtig, da die Daten nicht unbedingt von einem GPS-Empfänger stammen müssen. Es gibt jede Menge Tools, mit denen man auch ohne GPS-Track den Aufnahmeort ins Bild eingefügen kann. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte und deshalb werden wir das hier mal flickr nicht so doll “ankreiden”, oder?!



am 12.08.2010 um 19:04 Uhr:
Super, vielen Dank. Das hat mir langes Suchen erspart.