Wenn der Bestatter schreibt …

20.02.2008 11:50 Uhr | Kommentare: 0 | Kommentar hinterlassen

… dann gibt es unter Umständen was zum Lachen. Oder gruseln ob der Methodik. Aber der Reihe nach.

Gestern fand ich in meiner Mailbox folgende Post:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Internetplattform veröffentlichen Sie unter folgender Adresse Links auf verschiedene Seiten rund ums Thema Bestattung:
http://www.im-web-gefunden.de/2007/08/21/wenn-der-bestatter-erzaehlt

Wir würden uns freuen wenn Sie XXXX-Bestattungen.de als wertvolle Ergänzung mit in diese Liste aufnehmen würden:

<a href=”http://XXXX-bestattungen.de”>Bestattungen Berlin</a><br>XXXX Bestattungen in Berlin ist Ihr freundlicher Ansprechpartner für Erd-, Feuer und Seebestattungen.

Gerne nehmen wir auch Ihre Webpräsenz in unser Bestatungsverzeichnis mit auf:
http://XXXX-bestattungen.de/Bestattungs-Katalog/

Dieses ist auf einer besucherstarken Domain publiziert und wird Ihnen viele interessierte Besucher bringen. Nutzen Sei einfach das Formular um Ihre Seite hinzuzufügen.

Wir würden uns über eine Zusammenarbeit mit Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüßen

F.XXXX
XXXX-Bestattungen.de

Zum Anfang habe ich gedacht, dass das ein Witz ist. Zumal wenn man sich meinen referenzierten Artikel ansieht. Da ist nur ein Verweis zum Bestatterweblog drin. Nix da von “Links auf verschiedene Seiten rund ums Thema Bestattung“.

Okay, sie haben meine Seite nicht wirklich gelesen. Aber das war schon vorher klar, da die Email an die Webmaster-Email-Adresse ging. Na ja, und so einen Ausrutscher wie <br> statt <br /> kann man auch mal verzeihen. Da macht dann auch “Nutzen Sei” statt “Nutzen Sie” nichts mehr.

Nun, mir ist schon klar, dass eine PR 0 Webseite eine besucherstarke Domain ist. Zumindest im Moment. Denn Empfänger vergleichbarer Emails gab es Einige, wie sich in einem Artikel des Bestatterweblog zu der Geschichte nachlesen lässt .

Über den vermeintlich so attraktiven Webkatalog zu Bestattungen mit seinen absolut Null Einträgen will ich mich mal hier nur so weit auslassen, dass ein nach unten Scrollen in den einzelnen Kategorien trotz keines Eintrages Erstaunliches zu Tage fördert. (Der Tipp stammt aus diesem Kommentar ;) )

Wie auch immer es zu diesem Super GAU eines DAU kam. Er fällt nicht nur auf das Bestattungshaus zurück. Immerhin steht auf jeder Webseite der Bestatter, mit wessen Unterstützung die Web-Präsenz entstand. Bei der Menge an Fehlern und Ungereimtheiten kann man wohl eher von einem Sargnagel fürs eigene Geschäft als von einer Referenz für die eigene Kompetenz reden. Und mit dem Monitoring von Kundenseiten scheint es auch nicht so weit her zu sein. Spätestens gestern hätten da alle Alarmglocken schellen müssen. Und dann gäbe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder schnell alle Fehler, die andere gefunden und in diversen Kommentaren beschrieben haben, beseitigen oder die ganze Webseite aus dem Netz nehmen um abzutauchen. Aber so …

Oder ist das Ganze nur ein Fake? Die IP-Adressen der benutzen Mailhops und der “beworbenen Webseite” sprechen eine andere Sprache.

Heften wir das Ganze doch einfach unter dem folgenden Motto ab: “Bestatten Sie, dass wir uns bestattender Weise vorstellen …

Klar, doch ;)

 

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