Nein, es geht nicht um Autos sondern ums Löten.
Ein meiner Wünsche zu Weihnachten ist eine neue Lötstation. Im Industriebereich gilt seit einiger Zeit das Verbot mit bleihaltigem Lötzinn zu löten (s. dazu diese Aufstellung an Dokumenten). Über kurz oder lang wird damit das bleifreie Löten auch im Hobbybereich Einzug halten. Bei der Suche nach einer geeigneten Lötstation fiel mir auf, dass nur einige mit dem Vermerk “geeignet für bleifreies Löten” gekennzeichnet sind. Also interessierte mich die Frage, was den Unterschied ausmacht.
Die Recherche begann mit einer Google Suche nach bleifreiem Löten. Da es sich bei mir um den Hobbybereich oder maximal Prototypenbau handelt, war ich nicht so sehr an großen wissenschaftlichen Abhandlungen interessiert. Ich wollte einfach nur ein bisschen mehr über das Löten mit bleifreiem Zinn wissen.
Der erste Anwenderbericht bei “wer weis was” beantwortete fast schon alle meine Fragen. Schließlich will ich ja aus meinem Löten keine Wissenschaft machen. Trotzdem stöberte ich in den weiteren Suchergebnissen von Google noch ein bisschen rum. Dabei fand ich ein ganz interessantes PDF Dokument zum Thema “Bleifreies Löten” bei weichlöten.de. Trotz des manchmal komischen Deutsch ist es lesenswert, da es sich auch mit den Anforderungen an die Lötspitzen beschäftigt.
Die in dem PDF erwähnten Produkte stammen von Hakko und sind eher im professionellen Bereich angesiedelt. Trotzdem machte ich einen Ausflug zur Webseite von Hakko und fand dort auch noch zwei erwähnenswerte Sachen:
- eine Beschreibung, warum es schwerer ist mit bleifreiem Zinn zu Löten und
- eine recht amüsante Einführung ins Löten
So, und was weiß ich nun über das Löten mit bleifreiem Zinn? Das die Schmelztemperatur des bleifreien Lötzinns um mindestens 20° höher ist, und das diese höheren Temperaturen besondere Ansprüche an die Lötspitzen stellen. Die Seite der Bauelemente mal ganz weggelassen
Und wem das nicht reicht, in der Wikipedia gibt es unter dem Stichwort RoHS weitere Informationen zum bleifreiem Löten.
