Plugin-Unterschiede zwischen WordPress und WordPress-MU

04.10.2007 13:06 Uhr | Kommentare: 0 | Kommentar hinterlassen
Einsortiert in Software

WordPress MU LogoVor ein paar Tagen habe ich entschieden, dass mein “Role Manager Plugin” für WordPress in zukünftigen Versionen auch WordPress-µ unterstützen soll.

Bei der Installation und Programmierung von Plugins gibt es neben einer Reihe von Gemeinsamkeiten aber auch diverse Unterschiede zwischen Wordpress und WordPress-MU. Die Besonderheiten, die es bei WordPress-µ zu beachten gilt, sind zum Teil nur unvollständig dokumentiert oder sehr schwer zu finden. Aus diesem Grunde werde ich hier bei “im web gefunden” in loser Folge versuchen, ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bringen.

Plugins installieren

Wärend bei WordPress alle Plugins unter /wp-content/plugins/ installiert werden, gibt es bei WordPress-MU zwei unterschiedliche Orte, um Plugins zu installieren:

  • /wp-content/plugins/
  • /wp-content/mu-plugins/

Der Unterschied zwischen /plugins/ und /mu-plugins/

Installiert man ein Plugin unter plugins, dann muß das Plugin für jedes Blog extra aktiviert werden. Das geschieht wie beim “einfachen” WordPress über den Menüpunkt “Plugins”. Um diesen Menüpunkt aber überhaupt zu erhalten, muß unter “Site Admin” - “Options” der Punkt “Plugins Menu” erst aktiviert werden. Allerdings gibt es in der aktuellen Version von WordPress-µ hier einen Bug: Nach einer Deaktivierung lässt er sich nicht ohne weiteres wieder aktivieren.

Hat man das Plugin-Menü wie beschrieben eingeschaltet, steht es jedem Blog-Administrator, wie in der Einzelversion von WordPress, zur Verfügung. Das heißt: Alle unter plugins installierten Plugins werden allen Blog-Administratoren angezeigt. Jeder Administrator eines Blogs kann nun selbst entscheiden, ob er das jeweilige Plugin aktiviert oder nicht.

Anders sieht es aus, wenn man ein Plugin unter mu-plugins installiert. Alle hier vorhandenen Plugins sind sofort und in allen Blogs aktiviert. Eine Deaktivierung ist nur möglich, in dem man das jeweilige Plugin aus mu-plugins löscht.

Eine weitere Besonderheit der Installation unterhalb von mu-plugins besteht darin, daß die Plugins mindestens eine Datei in diesem Verzeichnis haben müssen, um erkannt und automatisch aktiviert zu werden. Plugins, wie zum Beipiel mein Role Manager Plugin, die komplett in ihrem eigenen Unterverzeichnis liegen, werden nicht gefunden und somit auch nicht aktiviert.

Vorsichtsmaßnahmen

Bei WordPress-µ sollte man besonders umsichtig bei der Plugin-Installation vorgehen. Gerade durch den Auto-Aktivierungsmechanismus unterhalb von mu-plugins kann man bei fehlerhaften oder nicht MU-geeigneten Plugins innerhalb einer Sekunde nicht nur eine komplett WordPress-µ-getriebene Website mit allen ihren Blogs lahmlegen, sondern auch die Datenbank(en) komplett unbrauchbar machen.

Grundsätzlich sollte man daher jedes Plugin vorher in einer lokalen Testkopie der gesamten WordPress-MU-Installation ausreichend testen. Das trifft für alle Plugins zu und nicht nur für die, die man unter mu-plugins installieren will.

Sind die lokalen Tests erfolgreich verlaufen, ist unmittelbar vor der Installation eine Datenbanksicherung zu machen. Erst nach dieser wird das Plugin installiert. Ist das fehlerfrei geschehen, sollte man die gesamte MU-Website genau im Auge behalten, um bei eventuellem Fehlverhalten schnell reagieren zu können.

 

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