ENIGMA ist jene sagenumwobene Maschine, die das deutsche Militär im Zweiten Weltkrieg zur Verschlüsselung ihrer Funksprüche benutzte.
Das Funktionsprinzip der ENIGMA ist nicht ganz einfach zu durchschauen. Aber die Wikipedia hilft weiter: In einem ausführlichen Artikel zur ENIGMA werden neben Aufbau und Funktion auch die Geschichte und die Schwachstellen der verschiedenen Versionen der Verschlüsselungsmaschine vorgestellt. Der Wikipedia-Artikel ist zu recht als exzellent eingestuft, da er Lust auf eigene Experimente mit einer ENIGMA macht. Meine Vorschläge dazu sind:
1. Der Enigma-Simulator
Einen sehr guten ENIGMA-Simulator für Windows gibt es als Freeware von Dirk Rijmenants. Hier ein Auszug aus seiner Beschreibung:
This program is an exact simulation of the 3-rotor Wehrmacht and Luftwaffe Enigma, the 3-rotor Kriegsmarine M3, also called Funkschlussel M, and the famous 4-rotor Kriegmarine M4 Enigma cipher machine, used during World War II from 1939 until 1945. You can select between the three models, actually choose different rotors or ‘Walzen’, preset the rotor wiring positions or ‘Ringstellung’ and switch letters by using plugs or ‘Stecker’. The internal wiring of all rotors is identical to those used by the Wehrmacht, Luftwaffe and Kriegsmarine. This simulator is therefore fully compatible with the real Enigma-machine and you can decode original messages and make your own encoded text.
Eine Aufstellung weiterer ENIGMA-Simulatoren für verschiedene Plattformen und Betriebssysteme gibt es bei XAT.
2. Der ENIGMA-Nachbausatz
Wer sich nicht mit dem virtuellen Rollenspiel der Ver- und Entschlüsselung zufrieden geben will, kann sich seine eigene ENIGMA bauen.
Der Nachbausatz arbeitet nicht mit Walzen, sondern ist eine vollelektronische Nachahmung des Originals und stammt von XAT aus Niederland. Die Kosten für den Bausatz ohne passendes Holzgehäuse liegen momentan um 130€.
3. Mit der ENIGMA etwas in der Natur erkunden
Bei diesem Tip handelt es sich um einen Geocache, der mit Hilfe einer ENIGMA gelöst werden muß.
Für die jenigen, die nicht wissen was ein Geocache ist, hier die Schnelleinführung in das Thema Geocaching: Beim Geocaching werden Sachen (Geocaches) weltweit von vielen Leuten versteckt. Von den Verstecken werden entweder die genauen Koordinaten angegeben oder eine Anfangskoordinate. Bei letzterer Variante muß man eine oder mehrere Aufgaben lösen, um die Koordinaten des Versteck zu erhalten. Hat man die Koordinaten, macht man sich mit einem GPS-Empfänger auf den Weg, um das Versteck und den dort hinterlegten Geocache zu finden.
Wer sich also in den Ferien in der Nähe von Berlin aufhält und seine ENIGMA-Kenntnisse praktisch anwenden will, dem sei der Geocache “ENIGMA S47″ (GCYMKA) ans Herz gelegt. Aber Achtung: Man sollte sich vorher mit der Bedienung einer ENIGMA beschäftigt haben.
Und nun viel Spaß beim Ver- und Entschlüsseln mit jener sagenumwobenen Rotor-Schlüsselmaschine namens ENIGMA.
Bildquelle: Wikipedia [1], [2]

am 15.06.2009 um 11:23 Uhr:
lalala