Worum geht es? Um ein Interview im heutjournal von gestern Abend. Moderator im Studio war Claus Kleber.
Klar, das eines der Themen der Bahnstreik war. In dem Zusammenhang gab es einen sehr interessanten Beitrag, in dem Lokführer mit Piloten verglichen wurden. Neben den Aufgaben ging es auch um die Gehälter der beiden Berufsgruppen. Nach dem Beitrag gab es dann ein Interview (selbes Video weiter hinten) mit einem Herrn Doktor von einer Unternehmensberatung.
Und genau für dieses Interview - oder besser gesagt - wie Claus Kleber es geführt hat, möchte ich mich bedanken. Gute Nachfragen, geschickte Unterbrechungen. Und von der Unternehmensberatung kam nur allgemeines Gelaber: hundert mal gehört, hundert mal den Kopf geschüttelt - immer wieder die selbe Leier. Sätze mit “Wertschöpfung” sind einfach nur hohl. Aber dann kommt ja der wirkliche Rohrkrepierer: “Alle haben sich das strategische Ziel gesetzt an die Börse zu gehen …”. Die beste Reaktion, die man auf einen so schwachsinnigen Satz überhaupt machen kann, ist die Entgegnung von Claus Kleber. Absolut super, danke!
Alles in Allem bleibt trotzdem eine Frage: Wieso haben solche Laber-Unternehmensberatungen eigentlich immer noch Kunden? Wahrscheinlich weil die Geschäftsführungen diverser deutscher Unternehmen auch genau solche Laberköpfe sind. Dabei gibt es genug kreative Köpfe, die nicht einfach nur Weichspüler sind sondern sich auch trauen ihren Auftraggebern unangenehme Dinge zu sagen.
Aber vielleicht gibt es ja doch irgendwo Geschäftsführer, die sich bei ihren Unternehmensberatungen das zu Herzen nehmen, was missing link neulich zum Thema Werbung und Verwandschaft geschrieben hat. Auch wenn es um eine andere Art der Zusammenarbeit und um Werbung statt wie hier um Unternehmensberatung ging, der Artikel von missing link gilt für viele Bereiche des geschäftlichen Lebens und den Partnern, die man sich da sucht.

am 05.07.2007 um 03:22 Uhr:
Auch eine interessante Seite zum Thema “Szenen einer Ehe” - das Verhältnis zwischen Auftraggeber und Marketingagentur
http://www.zorno.de/dossiers/innenansichten/szenen-einer-ehe.html
Inhalt: Was alles schief laufen kann, wenn das Hotel- und Gastronomieservice-Verständnis angestrebt wird statt einer egalitären Partnerschaft im Geben und nehmen: “Maul halten & kuschen - zweifelhaftes Verständnis von Dienstleistung”.
am 05.07.2007 um 11:38 Uhr:
Danke Vroni sowohl für den direkten Tip als auch die Webseite an sich.
Sehr lesenswert, sehr wahr, sehr gut
Schöne Umschreibung Dein “Hotel- und Gastronomieservice-Verständnis”. Ich hoffe nur, daß die Leute aus dem Hotel/Gastro-Gewerbe es nicht in den “falschen Hals” bekommen.
am 19.07.2007 um 09:13 Uhr:
[…] Und weil sie so sind. Und so, und so, und so, und so, und … […]