Das WordPress unter Last nicht immer unbedingt gut reagiert, ist bekannt. Ursachen dafür können sowohl falsch geschriebene Plugins als auch überladene Themen, die zusätzliche Datenbankabfragen generieren, sein.
Grundsätzlich sollte man daher von Zeit zu Zeit die eigenen WordPress-Installation überprüfen. In dem Zusammenhang sind die Ausgaben von:
$wpdb->num_queries;
timer_stop();
wichtige Hilfsmittel.
Als Ausgangspunkt notiert man sich die Werte ohne Veränderungen an der Installation. Anschließend deaktiviert man alle Plugins und vergleicht die dann erhaltenen Werte mit den zuvor notierten. Die Werte sollten sich signifikant geändert haben. Ist das nicht der Fall, liegt es am verwendeten Thema.
Bei der Analyse des Themas geht man ähnlich vor: Die Plugins bleiben deaktiviert und man kommentiert möglichst viele Befehle, die dynamisch Inhalte generieren, aus. Auf diesem Weg findet man relativ schnell die Ursache für den Engpaß.
Hat man sein WordPress-Thema bereinigt, werden der Reihe nach wieder die Plugins aktiviert und die Veränderungen der beiden Werte beobachtet. Werden die Werte zu groß, hat man das verursachende Plugin gefunden.
Sollte das alles nicht so richtig zum Erfolg führen, kann der Artikel “4+1 Ways To Speed Up WordPress With Caching” von Arne Brachhold vielleicht weiterhelfen. Er behandelt unter anderem die folgenden Aspekte:
- MySQL Query Cache
- PHP Compiler Cache
- WordPress Internal Caching
- Static Pages
In dem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, den von Arne am Ende erwähnte Artikel “5 Ways to Speed Up Your Site” von Paul Stamatiou zu lesen.
Eine weitere Möglichkeit die Serverlast zu minimieren, kann die Auslagerung von Bildern sein. Anregungen in diese Richtung kann man sich bei Robert holen, der vor ein paar Wochen etwas dazu beschrieben hat.
Mit Sicherheit gibt es noch viel mehr Wege um WordPress schneller zu machen. Daher kann dieser Artikel nur eine Anregung für eigene Recherchen und Untersuchungen sein. Allerdings sollte man immer daran denken, diese Optimierungen nicht am lebenden Objekt - also der Liveversion seines Blogs - zu machen, sondern an einer Kopie. Andernfalls könnte man sonst nicht nur Performance-Engpässe sondern auch seine Leser wegoptimiert haben.

am 04.01.2009 um 05:04 Uhr:
Vielen Dank für die Tipps
. Es ist echt schade, dass manche Plugins (sogar sehr gute) Wordpress erheblich verlangsamen können. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als ganz auf das Plugin zu verzichten, da man seinen Besuchern diese Ladezeit (bis zu. 20 Sekunden) ersparen möchte.