Der Tagesspiegel hat vorgestern berichtet, daß zwei Computerexperten den Hack vollbracht haben: Ohne den Pass auch nur zu berühren wurden alle Daten ausgelesen:
… es dauerte exakt 4,80 Sekunden …
… Der Rechner klingelt, zwei, drei, vier, fünf Mal, und Böttgers Foto erscheint auf dem Bildschirm, zusammen mit allen Daten, die auf dem Passchip gespeichert sind …
Na ja - ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht. Neben dem Lesegerät benötigt man noch ein paar Angaben des “Opfers” wie zum Beispiel Passnummer, Geburtsdatum und Ablaufdatum. Aber egal wie - wenn es stimmt, ist der biometrische Pass (ePass) nicht so sicher wie behauptet.
Der Tagesspiegel hat dann mal beim Bundesinnenministerium nachgefragt, wie man die Sache dort so sieht. Und da gab man unter anderem die folgende Antwort:
… „Sie können mit den Daten auf dem Chip doch gar nichts anfangen. Die ausgelesenen Informationen sind wertlos.“ Selbst wenn sich der Chip unbemerkt scannen lässt, warum sollte sich ein Verbrecher die Mühe machen? „Bilder bekomme ich schließlich auch bei Google“, sagt Annette Ziesig
Na da frage ich mich doch, warum sich dann so viel Mühe bei der Entwicklung des elektronischen Reisepasses gegeben wurde. Das hätte man dann doch auch gleich sein lassen können und die laut Tagesspiegel 613 Millionen Euro woanders unterbringen können. Möglichkeiten gibt es doch genung, oder?!
Bildungsprogramme für Minister wären eine sinnvolle Sache, dann wüssten die vielleicht mal worum es geht - und nicht nur in technischen Angelegenheiten …
(Foto: pixelquelle)

am 16.02.2007 um 10:24 Uhr:
[…] Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie halten sich und die technischen Ideen, die sie unterstützen für unfehlbar. So jüngst auch der aktuelle Innenminister, Dr. Wolfgang Schäuble, mit der Trojaneraktion. […]
am 08.03.2007 um 12:45 Uhr:
[…] Entweder rennen die Typen völlig paranoid irgendwelchem Technikschrott hinterher oder erzeugen Kilowatt an Blindleistung um den Klimawandel aufzuhalten. Natürlich paßt in dieses Bild ganz gut, nur dem Volk zu verbieten, was man sich selbst erlaubt. Schließlich ist man ja Gesetzgeber. Und da ist natürlich klar, daß die Gesetze das Volk und nicht die Abgeordneten betreffen - steht ja schließlich auch über jenem hohen Haus in fetten Lettern: “Dem deutschen Volke“. […]