Ede-Shooter schasst Stoiber - oder: Die schönsten Reden über Bahnhof, ProblemBär und … bald Geschichte?

22.01.2007 08:22 Uhr | Kommentare: 3 | Kommentar hinterlassen
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Der tapfere Kämpfer und Redner gegen Killerspiele und EgoShooter - nur ein einziges Mal hat er nicht aufgepasst. Und da haben sie zugeschlagen - die EdeShooter. Allen voran eine tapfere Frau namens Pauli, die sich nicht unterkriegen lies. Respekt, Frau Pauli!

Vermutlich dachte Stoiber im ersten Moment noch an Friendly Fire. Aber es wurden immer mehr Ede-Shooter, die endlich unter der tapferen Jeanne d’Arc der Bayern begannen, ihren Mund aufzumachen.

Die Ede-Shooter werden mehr

CSU: Näher am MenschenNa gut - dann eben schnell ein Bauernopfer mit Büroleiter Höhenberger. Dabei hatte der brave Mann sich doch strikt an das Motto der CSU “Näher am Menschen” gehalten. Dumm nur, daß er sich dabei nicht nur ein bischen weit in das Nahfeld begeben wollte sondern auch noch erwischt wurde. Und weil das Bauernopfer irgendwie auch nicht für Beruhigung der Massen sorgte, wurde mal getreu den historischen Parallelen die tapfere Jeanne d’Arc als Ketzerin und Nestbeschmutzerin hingestellt.

Es half alles nichts - Ruhe wollte nicht aufkommen. Und statt Blumen hinzurichten wurde Ede Stoiber immer mehr selbst zum Problembär. Und wie man in Bayern mit Problembären umgeht, ist ja hinlänglich bekannt.

Vielleicht war ja auch noch ein bischen der Glaube da, so souverän wie Meister Eder zu sein. Aber aus einem Ede wird nun mal kein Meister Eder und schon garnicht “Meister-Ede”.

Und dann ging es ins bayrische Wildbad Kreuth zur Klausurtagung. Vorher gab es natürlich noch brilliant klare Statements wie “Ich möchte muß aber nicht …”. Irgendwie gingen aber alle Reden nach hinten los. Ja es hängt eben doch alles mit allem zusammen.

Und irgendwann kam dann der Befreiungsschlag mit der Nachricht, daß es sich ausgestoibert hat. Oder besser: Das es sich bald ausgestoibert haben wird. Nämlich in rund neun Monaten: Zum 30. September 2007. Aber warum gerade in neun Monaten? Was will man in diesen neun Monaten erzeugen? Die eine Nachfolge scheint doch schon geregelt. Und bei der anderen könnte doch der Kollateralschaden aus der Auseinandersetzung mit Jeanne d’Arc auch schnell zu einer Entscheidung führen. Aber vielleicht ist es ja in Bayern üblich bei jedem Rücktritt noch eine Bedenkzeit einzubauen …

Und als der Ede dann nach seiner quasi Abschiedsrede auch noch über einen Stuhl stolpert, dachte ich für einen Moment schon an das fliegende Suizidkommando. Aber Gott sei dank ist nichts weiter passiert.

Was wird der Edmund Stoiber eigentlich nach dem 30. September machen? Als Fußballkommentator hat er sich ja schon erfolgreich produziert. Oder er übernimmt das, was Günter Jauch nicht haben wollte. Mein ganz persönlicher Wunsch wäre ja, das er vom Problembären zum Erklärbären für politische Begriffe wird. Das mit dem Transrapid, dem Flugplatz und dem Bahnhof war schon eine gute Leistung. Und wenn ich mir die Erklärung von der Passarelle ansehe, ist das einfach eine Meisterleistung. Auch wenn der Wowi augenscheinlich nix versteht.

Stoiber erklärt uns die Passarelle

Aber vielleicht kommt er ja auch durch die Hintertür zurück - schließlich gibt es bei der CSU aktuell eine Ausschreibung für einen Praktikanten.

Edmund StoiberUnd was wird eigentlich aus der Homepage?

Fragen über Fragen … Vielleicht gibt es ja auch deshalb die neunmonatige Übergangszeit. Oder hat die CSU von ihrer Schwester gelernt und will uns nun auch mit dem überraschen, was möglich ist?

Aber hat nicht Alles eigentlich viel früher angefangen? Damals - als der Ede nicht auf den Präsidenten im Titel verzichten wollte und sich gegen den einfachen Minister in Berlin entschied. Oder gehört das alles schon zur Überraschung? Ich bin verwirrt …

3 Kommentare zu “Ede-Shooter schasst Stoiber - oder: Die schönsten Reden über Bahnhof, ProblemBär und … bald Geschichte?”

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