Gerade der private “Homepage-Designer” hat in den wenigsten Fällen immer alle Betriebssysteme und/oder Browser zum Testen zur Verfügung. Hier können OnLine-Tools Abhilfe schaffen, die die diversen Browser installiert haben und die Ansicht der eigenen Webseite in einem anderen Browser zur Verfügung stellen. Doch bevor ich zu den aktuellen Browsern komme, zuerst ein Abstecher in die Vergangenheit des Internets.
Wie surfte es sich so mit den Browsern der ersten Generation?
Erinnerst Du Dich noch an Mosaic oder den ersten Browser von Netscape? Oder kennst Du sie vielleicht beide überhaupt nicht? Egal - dejavu bietet für die Browser der ersten Genaration einen Emulator an. Damit kann man heute ausprobieren, wie man sich so früher durch das Web bewegt hat.
Da es im ersten Moment nicht ganz klar ist, wie man einen Emulator startet, habe ich es hier mal blau eingekreist. Das heißt, man klickt einfach auf den entsprechenden Browsernamen direkt im Bild und dann wird der ausgewählte Browseremulator gestartet.
Ja, ja - es steht auch unten im Bild (Choose a browser!) - aber das übersieht man schnell.
Und wie sieht eigentlich so eine heutige Webseite in so einem alten Browser aus?
Wahrscheinlich surft heute keiner mehr mit diesen alten Browsern - aber interessant ist es doch schon mal zu sehen, wie eine heutige Webseite von Browsern dargestellt wird, die rund 10 Jahre alt sind.
Da ich den “Internet Explorer 2.0″ noch weniger kannte oder kenne als seine Nachfolger, war er meine Wahl bei dem Test. Als Webseite habe ich natürlich im web gefunden genommen. Und so sieht es aus:
Na ja - ist jedenfalls nicht ganz unleserlich
Aber ich bevorzuge dann doch meinen Firefox - auch gegenüber neueren Versionen des Internet Explorers.
Screenshots der eigenen Webseite mit der aktuelle Browsergeneration erstellen lassen
browsershots bietet eine Screenshotfunktion für bis zu zwanzig verschiedene Browser gleichzeitig. Darüber hinaus lassen sich global für alle ausgewählten Browser die folgenden Konfigurationen verändern:
- Auflösung
- Farbtiefe
- Javascript
- Java
- Flash
- Medien-PlugIns (u.a. Quicktime)
- maximale Zeit
Die Screenshots der eigenen Webseite sind in ausgezeichneter Qualität. Allerdings habe ich einen kleinen Fehler festgestellt, der aber zu verschmerzen ist: Wie im obigen Screenshot zu sehen ist, wollte ich eigentlich nur eine Auflösung von 1024×768 Pixeln. Die Breite wurde übernommen - aber die Länge nicht. In der Länge wurden einzelne Screenshots so zusammengesetzt, daß ein Einzelbild mit der gesamten Webseite - also bis nach unten gescrollt - herauskam. Die Ansetzkanten der einzelnen Bilder waren nicht erkennbar - so gut ist die Qualität. Man sieht nur an den mehrfach vorhandenen Scrollbars, das es ursprünglich mal Einzelbilder waren.
Das Format der Screenshots ist PNG. Durch die Nichtbeachtung der Höhe waren meine Dateien sehr groß - im Schnitt 450k. Das ist auch der Grund, warum ich hier kein Bild des Screenshots eingebunden habe. Wer sich aber einen Eindruck von den Hardcopies bei browsershots machen will, der sollte einfach mal die Seite mit den letzten Screenshots bei browsershots besuchen. Und damit sind wir auch schon bei einem ganz wichtigen Punkt:
Alle Screenshots sind öffentlich zugänglich
Nun mich stört es nicht - aber für den einen oder anderen könnte es von Bedeutung sein. Deshalb hier mal ein Zitat aus der PrivacyPolicy von browsershots:
Everybody can see your screenshots, so there’s no privacy at all.
Eigentlich ist es kein Zitat - denn das ist der komplette Inhalt. Klar und deutlich, oder?!
Und wie kommt man an seine Screenshots?
Gleich nach dem man die Screenshots in Auftrag gegeben hat, geht man auf die Seite mit den Queues. Dort sucht man sich seine Webseite raus und klickt auf diesen Link. Und schon ist man bei seinen Screenshots. Oder man benutzt einen Link der Form:
http://browsershots.org/website/http://dein_domain_name/
In meinem Fall also:
http://browsershots.org/website/http://www.im-web-gefunden.de/
Dort kann man dann über die Links “older” und “newer” durch seine Screenshots blättern, nachdem man auf eines der Bilder geklickt hat. Um den Screenshot von der eigenen Webseite in Groß zu erhalten, klickt man dann einfach auf diesen, wenn man sich auf Seite mit “older” und “newer” befindet.
Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, wie lange die Screenshots gespeichert bleiben. Daher gibt es hier auch keinen direkten Link zu meinen. Aber wie man zu ihnen kommt, um zum Beispiel zu überprüfen ob sie noch da sind, steht ja nur ein Stück weiter oben.
Und damit: take a screenshot from your website



am 27.11.2006 um 18:36 Uhr:
Ich hab mir zum testen alle Browser die ich bekommen konnte auf einer VM installiert. Also IE 3.0 bis 7.0, FF 1.5 und 2.0 und Opera ab 8.0
. Allerdings fehlen Konqueror und Safari :S. Da werd ich mir mal diesen Dienst ansehen, ob man damit vernünftig Browser testen kann.
am 27.11.2006 um 19:34 Uhr:
Na Deine IE-Sammlung sieht ja auch wirklich gut aus. Grundsätzlich arbeite ich auch mit VM’s - aber IE bekommt nur ab 6.0 eine Chance - ansonsten müßte man ja auch gegen Netscape 4.07 oder anderes checken. Und irgendwo gibt es auch im kommerziellen Umfeld Grenzen - man muß sie halt seinen Kunden nur sagen.
Ich teste grundsätzlich Opera und FF sowohl unter Win, Mac und Linux. Danach folgen dann die Spezialisten Konqueror, Safari und IE. Allerdings mache ich bei den verschiedenen Versionen bestimmte Einschränkungen: Safari nur die aktuelle Version, IE nur 6.0 usw. Und in der Regel schaue ich mit ein bis zwei Handies auch noch mal auf eine Seite, um zu wissen, wie sie evtl. von unterwegs aussieht.
am 29.11.2006 um 12:12 Uhr:
[…] Vor einigen Tagen bin ich über einen Kommentar von Daniel auf einen Artikel in seinem Blog aufmerksam geworden, in dem er die Parallelinstallation von InternetExplorern verschiedener Versionen beschreibt. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen eine zusätzliche Anregung. Im Gegensatz zu Daniel ging es mir aber mit diesem Beitrag darum, Möglichkeiten zu zeigen, wie man das “kleine Schwarze” - das so mancher mit sich rumtragen muß - geziehlt vor einem Update und möglichen Problemen bewahren kann. Mit dem “kleinen Weißen” kennt man ja solche Probleme nicht … […]
am 27.01.2007 um 11:07 Uhr:
[…] Eines sollte man bei den OnLine-Browsern aber bedenken: Man sollte sie nur auf die eigenen Webseiten ansetzen und nicht auf fremde. Die fremden Webseitenbetreiber könnten ansonsten etwas allergisch reagieren. Nicht umsonst kommt daher in beiden oben genannten Beiträgen der Bezug auf die eigene Webseite im Titel vor […]