Spiegel OnLine berichtet unter dem Titel “Plakatwand baggert Handys an” über eine neue Werbeform, die in Berlin ausprobiert wird.
Werbewände werden mit Sendern ausgestattet und nehmen über die drahtlose Übertragungstechnik BlueTooth Kontakt zu entsprechend ausgerüsteten Handys oder PDAs von Passanten auf. Ist deren BlueTooth-Schnittstelle aktiviert, wird eine entsprechende Werbemitteilung an das Handy geschickt. Der Empfänger weiß zu dem Zeitpunkt noch nicht was ihn erwartet - im Display erscheint nur: “Es liegt ein Download für Sie bereit“. Erst nach dem Herunterladen kennt man den Inhalt: Es ist Werbung.
BlueTooth selbst dient der schnellen drahtlosen Kommunikation zwischen verschiedenen Endgeräten. Dabei können sowohl Daten als auch Sprache ausgetauscht werden. Trotz diverser implementierter Sicherheitsmechanismen sollte man die BlueTooth-Schnittstelle allerdings nur für die Zeit aktivieren, in der man sie auch wirklich benötigt. Der Grund: Fehlerhafte Implementierungen und durch den Anwender falsch vorgenommene Konfigurationen ermöglichen die mißbräuchliche Benutzung der Schnittstelle durch Dritte. Dieser Mißbrauch kann durchaus nicht nur unangenehm sein sondern auch sehr teuer werden. Über den aktuellen Stand in Sachen BlueTooth-Mißbrauch informierte Heise vor kurzem.

am 10.01.2006 um 19:01 Uhr:
Es ist schon grausam, auf welche Ideen die Werbetreibenden immer wieder kommen. Aber alleine aus akkutechnischen Gründen ist Bluetooth bei mir eh in der Regel aus.