Waren es bis vor kurzem nur hauptsächlich die Amerikaner, die meinten, sie müssen uns ungefragt mit ihren Werbebotschaften beglücken, so scheinen auch immer mehr Deutsche auf den Trichter zu kommen, daß man ja mal probieren könnte …
Interaktive Webseiten wie Foren und Blogs scheinen sich ganz besonderer Beliebtheit zu erfreuen. Ist doch ganz einfach:
- Beobachte bei den diversen Diensten wie Technorati oder del.icio.us wann ein Blog was veröffentlicht hat
- Gehe zu dem Blog und mache in dessen internen Blogsuche ein paar Suchanfragen nach Deinen Begriffen (unterschiedliche Schreibweisen und Verschreiber dabei nicht vergessen)
- Wenn Du was Passendes findest, gehe zu dem Posting und hinterlasse einen Kommentar: Das ist mir neu - ich werde es gleich in meine Datenbank übernehmen.
- Du kannst nichts finden? Die Mühe muß trotzdem nicht vergebens sein: Suche Dir einfach was aus, was nach Programmieren oder so aussieht: Dort hinterläßt Du dann einen Kommentar mit etwa folgendem Wortlaut:
Mein [Bruder|Freund|Kumpel] beschäftigt sich auch mit der Problematik. Toller Tip - ich werde ihn auf diese Seite aufmerksam machen.
Hier noch ganz wichtige Tips für eure Kommentare, liebe Spammer:
- Hinterlaßt nie mehr als einen Link in Euern Kommentaren. Am Besten ist es gar keinen Link im Kommentar einzubauen. Wen es interessiert, der wird auf Euern Namen klicken. Der ist nämlich mit der von Euch angegebenen URL verknüpft.
- Gebt nie eine Eurer wirklichen Emailadressen an. Besser irgendwas komisches von einem Freemailer - besonders gut sind Zahlenkombinationen wie 00815_2@fre…
Wenn Ihr diese Hinweise befolgt, werdet Ihr sehr erfolgreich bei Euern Kommentaren sein!
Oder auch nicht …
Denn es gibt leider so bek…. Blogadmins die in ihre Logfiles schauen. Oder bei neuen Kommentarautoren sich die Webseiten ansehen, wohin die Links gehen. Und die ganz schlimm-paranoiden schauen sogar in Euer Impressum. Aber auch das hat was Gutes: Eure PI’s steigen - und das war doch eigentlich das was ihr wolltet, oder?! Ja - leider nur einmal - aber immerhin! Ach Ihr wolltet wirklich was verkaufen? Ihr wollt eine Kundenbindung? Jene Bindung zu Euern Kunden, um die Ihr die Blogbesitzer zu ihren Lesern, beneidet? Das war aber durch Euer Vorgehen nicht zu bemerken - nicht mal im Ansatz. Tut mir wirklich leid! Und noch was: Ich brauche Eure Produkte nicht - also spart Euch die Mühe!
Für alle die es immer noch nicht verstanden haben
Fangt einfach nochmal von oben an zu lesen - und nochmal und nochmal und nochmal. Irgendwann werdet Ihr wissen, was Ihr wissen müßt. Und falls immer noch nicht: Dann gehöre ich und die Leute, die hier kommentieren, nicht zu Eurer Zielgruppe.
Und trotzdem: Man braucht keine Angst vor Kommentaren haben
Es läßt sich relativ leicht und eindeutig unterscheiden, aus welchem Grund jemand kommentiert hat. Selbst obige Formulierungen kann man, ohne Angst wegkommentiert zu werden, benutzen - die Blogbetreiber haben genug Erfahrung um Werbung von Inhalt zu unterscheiden. Und das gilt für alle Blogs die ich kenne.

am 12.03.2006 um 20:50 Uhr:
[…] Ja - auch da habe ich noch einen:Es geht um jenen Spammer, der zuerst die Blogsuchfunktion benutzt um nach Photoshop zu suchen. Wenn er da nichts findet, geht er weiter nach dem Thema Bildverarbeitung auf die Suche. Selbst wenn auch dafür nichts im Blog zu finden ist, wird nicht aufgegeben: Ganz flexibel wird dann ein beliebiger Artikel ausgewählt. Man muß doch irgendwie seine Domain hinterlassen - die natürlich den Namen jenes Programmes aus dem Bildverarbeitungsbereich enthält. Na - und was beinhaltet der Kommentar dann? Die schönsten Komplimente - für die ich mich schon im Dezember 2005 mit einen separaten Artikel bedankt habe. Deshalb läuft er auch hier außerhalb der Konkurrenz. […]
am 10.12.2006 um 09:17 Uhr:
[…] wenn die Falle zuschnappt: Andre hat bei seiner Reise über den virtuellen Planeten nicht auf die Warnungen gehört - oder besser gesagt: Er hat sie nicht gelesen. Dabei gibt es hier schon lange einen Beitrag, der da lautet: “Wann werden Kommentare zu Spam?“. […]